Noch im Kino

Braves mit Bravour-Act: „Ein Sommer in New York“

Lexikon | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Fela Kuti rules again. In der Indiepop-Disco steht der Afrobeat-Pionier dank Fans wie Vampire Weekend und Foals hoch im Kurs, in Tom McCarthys Dramedy „Ein Sommer in New York“ helfen seine Polyrhythmen mit, einen verwitweten Uniprofessor aus seinem Trott zu reißen: Der Ökonom Walter Vale (Richard Jenkins) reist zu einer Konferenz nach New York und findet erst ungebetene Gäste in seiner Wohnung, dann seine Berufung zum Djembe-Trommler. Und weil der junge Syrer Tarek, der Walters Apartment bewohnt und ihm Trommelstunden gibt, illegaler Immigrant ist, lernt der menschenscheue Akademiker in diesem Sommer auch manches über das US-amerikanische Asyl- und Abschiebewesen.

„The Visitor“ (Originaltitel) ist eine im aktuellen Arthouse-Kino nicht unübliche Kalkulation: ein wohlmeinendes, risikoscheues Charakterdrama, das ganz auf die Bravour-Performance in seinem Zentrum ausgerichtet ist. Die legt Nebenrollen-Veteran Jenkins anrührend leise an. JS

Weiterhin in den Kinos (OmU im Filmcasino)


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