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Filmland unbekannt: „Afghanistan Alive!“

Lexikon | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Eine breit angelegte Retrospektive des Filmarchivs Austria nimmt sich eines bisher praktisch unbekannten Filmlands an: Afghanistan. Gezeigt werden dabei Arbeiten über das 30 Jahre lang durch Krieg und Diktatur der Taliban „traumatisierte Land“ als auch eine ganze Reihe afghanischer Produktionen.

Etliche der bei „Afghanistan Alive!“ präsentierten Filme handeln, wiewohl indirekt, vom Wiederaufbau einer gewissen Infrastruktur. So erzählt Barmak Akram in „Kabuli Kid“ die Geschichte eines Taxifahrers und eines Findelkinds; Saharaa Karimi berichtet über „Afghan Women Behind the Wheel“ und Nabi Tanha in „First Wheel“ über die zerstörten Kinos von Kabul. Dass der mit Abstand berühmteste Film der Reihe, Marc Forsters weichgespülte Verfilmung des Bestsellers „Der Drachenläufer“ von Khaled Hosseini (2007), vielleicht auch der schwächste ist, muss man eigentlich positiv sehen: als ein Indiz für den erstaunlichen Reichtum der afghanischen Filmkultur. MO

Noch bis 27.6. im Metro-Kino


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