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Klaus Nüchtern
Falter & Meinung | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Es gibt verdammt viel zu sehen in diesen Tagen – mehr als irgendjemand auch nur annähernd zu rezipieren vermag. Das ist, so allgemein dahergesagt, bloß ein blöder Gemeinplatz, der allerdings einiges an Konkretion gewinnt, wenn man bedenkt, dass es Menschen gibt, die sowohl Fußballkolumnisten als auch Theaterkritiker sind. D.h., es gibt zumindest einen Menschen, der diese Funktionen in Personalunion ausübt: Wolfgang Kralicek. Und wie Sie der vorletzten Ausgabe des Festwochentagebuches (internes Akronym: Fewotabu) ansehen können (S. 29), hatte Kralicek bislang nur wenig Zeit, sich auf die Fußball-WM einzulassen – was auch der Grund dafür sein mag, dass er das allgemeine Vuvuzela-Bashing als „imperialistisch“ ablehnt. Es kann aber auch sein, dass jemand, der die hyperhysterische Tschechow-Inszenierung „Nach Moskau! Nach Moskau!“ von Frank Castorf aushält, auch gelassen bleibt, wenn er ein Fußballmatch inmitten eines rabiaten Wespenschwarms verfolgt.

Dieser vollkommen vereinzelten und unqualifizierten Privatmeinung sei eine quali-, v.a. aber quantifizierte Kollektivmeinung entgegengestellt: Unter den 37 Teilnehmerinnen (14) und Teilnehmern (23) an der sogenannten „Satzwette“, bei der maximal drei Tipps abgegeben werden konnten, fand sich eine klare Mehrheit (18), die auf Spanien setzt. Es folgen Argentinien und Brasilien (je 11) sowie Deutschland (10). Als besonders außenseiterfreudig erwies sich CvD Isa Grossmann: Als Einzige setzte sie auf Kamerun und Slowenien, bei der Schweiz leistete ihr Graphic-Artist Andreas Wenk aus durchsichtigen Gründen Gefolgschaft.

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