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Bücher, entstaubt

Politik | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Minenfeld Mutterschaft

„Primatenweibchen sind schon immer Mütter gewesen, die an einer Doppelkarriere arbeiteten und Kompromisse zwischen ihren eigenen Bedürfnissen und denen ihrer Kinder schließen mussten.“ Aus diesem Grund haben auch Menschenmütter seit jeher die Versorgung ihrer Kinder mit anderen geteilt. Indem die Evolutionsforscherin Sarah Blaffer Hrdy Mütter und Kinder in einen evolutionären Rahmen stellt, eröffnet sie einen neuen Blick darauf, was Kinder von ihren Müttern und was diese von anderen brauchen – und zeigt nebenbei, dass Darwinismus und Feminismus sich nicht widersprechen müssen. Diese Pflichtlektüre für Mütter, Väter und Politiker jeder Couleur beweist, dass wissenschaftliche Literatur weitreichende politische Implikationen haben kann.

Sarah Blaffer Hrdy: Mutter Natur. 2000, Berlin, 773 S., € 20,50


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