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Medien | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Der ORF und die Politik Nach langem Hin und Her wird die Novelle zum ORF-Gesetz Realität: Anstatt sechs Direktoren dürfte es nur mehr vier geben, die kontrollierende Medienbehörde wird reformiert, das Radiosymphonieorchester bleibt erhalten. Außerdem wurden eine Frauenquote von 45 Prozent und eine Revision der Gebührenhöhe im Abstand von fünf Jahren vereinbart. Der nächste Termin: 2012. In den kommenden beiden Jahren soll der ORF aus Bundesanteilen an ORF-Gebühren zusätzlich 160 Millionen Euro erhalten.

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Tage Haft oder Geldstrafen bis zu 5000 Euro müssen jene Reporter befürchten, die aus Abhörprotokollen zitieren: Das sieht das neue italienische Gesetz zur Einschränkung von Abhörmaßnahmen bei Justizermittlungen vor, das Ministerpräsident Silvio Berlusconi durchgesetzt hat.

Die Welt und das Geld Die finanziell angeschlagene französische Tageszeitung Le Monde sucht Investoren. Nun sollen mehrere internationale Medienkonzerne Interesse an einer Beteiligung gezeigt haben. Durch die geplante Kapitalerhöhung von 60 oder 70 Millionen Euro würden erstmals die Redakteure die Kontrolle über das linksliberale Blatt verlieren. Bisher hielten die Mitarbeiter 53 Prozent an Le Monde, die Qualitätszeitung ist 1944 gegründet worden – mit dem Anspruch „politisch, ökonomisch und moralisch“ unabhängig zu sein.

Jauch und die Millionäre Günther Jauch übernimmt ab Herbst 2011 eine politische Talksendung auf ARD. Dafür gibt er „Stern TV“ ab, bleibt aber bei „Wer wird Millionär?“. Jauchs Sendung wird Anne Wills Polittalk ersetzen. Will bekommt laut ARD einen anderen Sendeplatz.


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