Das Ende der Piratenparty

Medien | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Den Downloadern geht es in Europa an den Kragen. Aber lassen sie sich den Gratisspaß im Internet verderben?

Bericht: Ingrid Brodnig

Mon dieu! Vor diesem Moment graute den französischen Internetpiraten. Sie öffneten kürzlich ihr elektronisches Postfach und sahen das E-Mail des Kulturministeriums: „Erste Verwarnung“ stand im Betreff. Bei diesem Anblick zuckt wohl jeder Pirat zusammen. Er weiß: Jetzt hat ihn der Staat ertappt, jetzt befindet er sich im Visier der Internetkontrolleure.

In Frankreich trat Anfang des Jahres ein strenges Gesetz in Kraft: Wer dreimal beim Download ertappt wird, verliert seinen Internetzugang. Vielleicht wird er sogar für ein ganzes Jahr gesperrt. „Three Strikes Out“ heißt das Modell. Die konservative Regierung von Nicolas Sarkozy kennt kein Pardon beim rechtswidrigen Filesharing, also dem Gratis-Austausch von Musik, Serien und Filmen über das Internet.

Die „digitale Guillotine“ nennen Kritiker diese Regelung. Aber nicht nur in Frankreich, in einigen


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