Guru, Meister, Diktator und Kaiser

Feuilleton | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

In der Kriminalgeschichte hat Otto Muehl einen fixen Platz. Nun soll ein großer Maler aus ihm werden

Expertise: Matthias Dusini

Die Zeit der Albträume sei überstanden, sagt der Künstler Theo Altenberg beim Rundgang durch die Galerie Krinzinger. „A N G S T“ steht auf einem kleinen Bild von 1989, die Lettern kauern sich in die Ecken des Blattes. „Ich musste die Buchstaben auseinanderreißen, um dem Wort eine Bedeutung zu geben.“

In einem weiteren Raum der Galerie kuratiert Altenberg das Werk von Otto Muehl, dem Urheber seiner Albträume. „Für mich war er einer der größten Künstler überhaupt“, sagt er, der einst die Kunstsammlung des burgenländischen Friedrichshofes leitete, wo auch Muehls Kommune ihren Sitz hatte. Mit dem Ende des alternativen, 1972 gestarteten Lebensprojekts brach für ihn und die anderen Aussteiger eine Welt zusammen.

Faszination und Abscheu begleiten die Rezeption des Werks von Otto Muehl, das nun im Leopold Museum und in einigen Wiener Galerien zu sehen


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