Die Freiheit der Maschine

Feuilleton | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Schwedens Popstar Robyn macht alles selbst. Heuer wirft sie gleich drei Alben auf den Markt. Weil sie kann

Porträt: Sebastian Fasthuber

Immerhin, das Cover ist grässlich. Foto, Farbwahl, Schrift: Die Frontansicht von Robyns „Body Talk Pt. 1“ stellt einfach in jeder Hinsicht einen beherzten Griff ins Klo und einen Angriff auf alle halbwegs sensiblen Sehnerven dar.

Vielleicht hätte die Sängerin ja auch noch die Gestaltung des Artworks übernehmen sollen. Sie macht sowieso schon fast alles selbst: führt ihr eigenes Label Konichiwa Records, schreibt, mischt bei der Produktion mit, kümmert sich intensiv um die Vermarktung und das Anwerfen der Internet-Hypemaschine anlässlich einer neuen Veröffentlichung.

Und von dem optischen Makel abgesehen ist das neue Album des schwedischen Eigenbau-Popstars eine nahezu perfekte Angelegenheit. Die 30-Jährige versteht sich auf ans Herz gehende, unpeinliche Hymnen, kleine Dancefloor-Dramen mit funkelnden Hooklines und ganz weit vorn rangierenden Beats.


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