Nüchtern betrachtet

Im Dienstleistungssektor liegt manches im Argen

Feuilleton | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

In der heimischen Kolumnistik erfreut sich ein Sujet besonderer Beliebtheit, obwohl oder gerade weil es so ziemlich die unterste Schublade aller Subgenres darstellt – die Dienstleistungsbenörgelungskolumne. Man kennt das: Jemand, der in 40 Minuten für ein paar hundert Euro Kolumnenkram in sein Kästchen nudelt, hat am Wochenende 35 Minuten auf seinen Bachsaibling warten müssen, und schon steht Österreich am Abgrund. Jetzt braucht nur noch ein Gewerkschafts- oder Arbeiterkammerfunktionär was zu sagen, und das Land kippt endgültig in den Dritteweltstatus. Ich verspreche also, Verfallsfantasien durch verständnisvolle Einfühlung in die Vertreter des Dienstleistungssektors entgegenzuarbeiten und mich um einen versöhnlichen Ausklang zu bemühen.

Ich musste nämlich zuletzt wiederholt beobachten, wie ein mit sich selbst und den Problemen des Kunden alleine gelassenes Verkaufs- und Dienstleistungspersonal


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