WM-Tagebuch

Querbraten und Querdenken in Wien

Ballnotizen

Stadtleben | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Johann Skoceks Gedanken zum großen Ereignis

Die Schlacht um den WM-Titel ist bloß ein einleitendes Scharmützel zur Schlacht um Wien – vulgo Gemeinderatswahl am 10. Oktober. Nach dem Muster „Querbraten beim Grillfest“ prallen die Ethnien vier Wochen lang aufeinander: Kebap beim Türken, wenn die Griechen spielen. Pilaw beim Perser, während Israel die Türkei betoniert, geht leider nicht. Das war früher besser: 21. Juni 1998, Iran besiegt die USA 2:1. Diesmal wird’s bestenfalls ein Burrito mit Tequila, wenn man Mexikaner über die Amis witzeln hören will, die gerade gegen die Engländer abbeißen. Wer auch die Engländer ablehnt und schon gegessen hat, kann im Schotten- oder Irenpub Angenehmes (Whiskey) mit Nützlichem (Guinness) kombinieren und sich Wayne Rooney schönsaufen.

Querdenker Peter Noever bereitet angeblich im Mak ein original nordkoreanisches Buffet zum Kick Nordkorea/Elfenbeinküste. Als kritische Krücke zum Konvolut nordkoreanischer Konzeptkunst. Doch Kim Jong Il wollte Noever dreinreden, und so landet der Mak-Direktor wahrscheinlich wie halb Afrika beim Chinesen.


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