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Stadtleben | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Das Bierlokal Wäscherei verpasst sich einen italienischen Ableger

Lokalkritik: Florian Holzer

Es ist immer die Frage, was man mit einem Lokal will: Selbstverwirklichung und damit Geld verdienen oder einen Massengeschmack bedienen und damit mehr Geld verdienen.

Bei der italienischen Küche ist der Mainstreammarkt in Wien aber schön langsam ausgereizt und unspannend, die Konkurrenz drückend, weshalb erfreulich viele Italo-Gastronomen dazu tendierten, italienische Küche in einer speziellen, regionalen, authentischen Art anzubieten. Sizilianer, Friulaner, Kalabresen, Apulier eröffneten in durchaus wahrnehmbarer Menge. Nicht immer wurde und wird das Regionale besonders konsequent durchgezogen, aber jedenfalls waren dann da plötzlich einige Pasta-Varianten, Ragouts, Suppen und Braten, die sich früher nie im Leben auf die Carpaccio-Caprese-Bolognese-Arrabiata-Scaloppineallalimone-Tiramisu-Karten verirrt hätten.

Schön so was, man konnte sich daran gewöhnen. Um so überraschender, wenn auf

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