Prost!

Die Bohne für das Getränk wächst auf Österreichs Feldern, so ja!

Lexikon der Getränke. Diese Woche:

Stadtleben | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Die Sojabohne, Synonym für maues Gesundenessen, gilt seit geraumer Zeit als konstanter und kostengünstiger Eiweißlieferant für die Lebensmittelindustrie. Durch Gentechnik und Abholzung der Regenwälder in Verruf geraten wird die Bohne vom Unternehmen Mona Naturprodukte, angesiedelt im sechsten Wiener Gemeindebezirk, seit 2008 auf heimischen Äckern angebaut. Als Spitzenreiter in Sachen Anbauflächen gilt das Bundesland Oberösterreich mit rund 11.000 Hektar, dicht gefolgt vom Burgenland mit rund 8500 Hektar. Die hauseigene Produktlinie heißt Joya (ein unglücklich gewähltes Kofferwort aus den beiden Begriffen Enjoy und Soja) und umfasst neben der Bohnenmilch u.a. auch Joghurts (Sojagurts!), Fruchtdrinks und dem Schlagobers ähnliche Flüssigkeiten. Wenn die Hundstage wieder vorüber sind, an denen bloß Fettfreies getrunken werden kann, wird der selbst hergestellte, eisgekühlte Shake wieder den Gaumen erfreuen. Und dieser wird den Unterschied zwischen Kuh- und Sojamilch kaum erkennen, wenn man an der zugesetzten Frucht der Saison nicht spart. Ja, warum dann Soja? Bekömmlich ist sie, cholesterin- und laktosefrei, daher für Allergiker geeignet. Der schlanke CO2-Abdruck erfreut das Öko-Herz. Für fleischlos lebende Menschen auch gentechnikfrei zu haben. Und für den neugierigen Rachen, der aus dem Geschmacksalltag treten will, ist sie eine vortreffliche Alternative. Bei der regionalen Sojamilch handelt es sich um ein breitenwirksames Produkt. So long. I like to blend. MS


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