Weiblich, allein, sucht dringend Schutz

Steiermark | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Seit zehn Jahren finden Frauen auf der Flucht Unterschlupf im Frauenwohnhaus der Caritas in Graz

Hausbesuch: Maria Motter

Jana* bittet an der Rezeption um Klopapier. Ob sie denn keines mehr hätte, wird sie gefragt, bevor sie eine Rolle bekommt. „Hygieneartikel werden auch von den 17 Euro brutto Tagsatz pro Person finanziert, die das Frauenwohnhaus für die Grundversorgung erhält“, erklärt die Team-Leiterin des Hauses, Christina Kraker-Kölbl. Die 36-jährige Ukrainerin Jana ist eine von aktuell 55 Bewohnerinnen aus 14 Nationen – darunter 24 minderjährige Kinder –, die das Landesflüchtlingsreferat als „hilfsbedürftig“ eingestuft und dem Caritas Frauenwohnhaus in Graz zugewiesen hat.

Dieser Tage begeht das Frauenwohnhaus sein zehnjähriges Bestehen. Das Haus nahe dem Grazer Hauptbahnhof war eine der ersten Einrichtungen österreichweit, die sich ausschließlich um Asylwerberinnen kümmerten. Sexuelle Gewalt, Beschneidung oder Menschenhandel sind die Gründe, die Frauen dazu


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