Neu im Kino

Nach dem Tsunami: „Wonderful Town“

Lexikon | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Ein Mann kommt in eine fremde Stadt. Die Straßen sind menschenleer, die Bewohner scheinen verschwunden. Eine junge Frau, die allein ein Hotel führt, vermietet ihm ein Zimmer, und langsam bahnt sich eine Beziehung zwischen den beiden an. Doch die Frau hat einen lumpigen Bruder, der sich als Anführer einer Gangsterbande herausstellt. Immer wieder geht der Mann auf das Dach des Hotels, raucht, hilft der Frau beim Aufhängen der Wäsche und blickt zum Horizont.

„Wonderful Town“ könnte ein Western sein, ist aber ein thailändischer Arthaus-Film und das Regiedebüt von Aditya Assarat. Deshalb ist der Fremde Architekt und baut eine Ferienanlage in dem vom Tsunami zerstörten Ort, während in elegischen Bildern unablässig die Wellen ans Ufer schlagen. Ein Film über das kollektive Trauma mit einem Showdown als Ausdruck persönlicher Ohnmacht. MP

Ab Fr im Stadtkino (OmU)


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