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Lexikon | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Mitternacht im Prater-garten von Gut und Böse

Das letzte Mal haben wir die Jazz Gitti vor einem Möbelkaufhaus auf der Mariahilfer Straße gesehen. Mit Mikrofon und Slogans, die uns zum Bettenkauf verleiten sollten. Ein Jahr später war sie nun am Freitag Headliner am Sommerfest des Fashion-Magazins Indie. A Wunda, a Wunda, is denn a Wunder g’schehen? Na ja, kurios war ihr DJ-Gig allemal. Zumindest die Kulisse passte zur Austropop-Lady. Das Feenzelt im Prater erinnerte nämlich nicht unbedingt an ein plüschiges Elfenland, sondern eher an Bierzelt-Mief. Die Fashion-Hipster tanzten dennoch wild in den ersten Reihen, erfreuten sich breit grinsend am überzogenen Trash-Faktor, feierten Gittis Neunziger-Selektion der Marke „Das hat’s früher voll oft im ORF-Wurlitzer g’spielt“. Ihren Auftritt beendete sie mit einem „Hoppala“-A-Cappella, und alle sangen lautstark mit. Danach wurde die Ulknudel von Handykamera zu Handkamera gereicht, und sie unterschrieb auf den Unterarmen der Mode-Kids.


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