Theater Kritik

Einmal noch Andrea Wenzl sehen

Steiermark | Hermann Götz | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Wajdi Mouawad ist Sohn libanesischer Flüchtlinge, der den Gräueln von Krieg und Flucht erst nach und nach auf die Spur gekommen ist. Mit dem Blick der Nachgeborenen hat er auch seine „Verbrennungen“ verfasst, ein Stück zum Weinen, einen mythenhaften Anti-Ödipus um die Geschichte von Nawal und ihren Kinder. Regisseurin Anna Badora glaubt, wie auch bisherige Arbeiten zeigten, an das Pathos der Emotion und an dessen unmittelbare theatralische Vermittlung. Die Umsetzung des Stoffes setzt so einem Wechselbad aus teils großen, teils nahezu plumpen Momenten aus. Das Epos kippt dann in Betroffenheitsromantik, aber es richtet sich wieder auf. Es ist die letzte Gelegenheit, die Schauspielerin Andrea Wenzl noch einmal zu sehen (siehe S. 49).

Schauspielhaus Graz, Fr 19.30


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