Seinesgleichen geschieht

Nach Dichand: Wir alle müssen weiter machen. Aber unbedingt wie bisher?

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Epochenbruch. Hans Dichand ist gestorben. Der gütige Tyrann und Chef der Kronen Zeitung ist nicht mehr. Wie sehen Österreichs Medien nach Dichand aus? Genauso wie vorher. Immer gleichen sich die Szenen, wenn Mächtige sterben, Diadochen beginnen miteinander zu rangeln, Erben zu streiten, und am meisten Misstrauen scheint angebracht, wo Einheitsappelle ertönen. Wenn also die Familie Dichand mit der Trompete eines porträtbebilderten und mit „Christoph Dichand“ gezeichneten Leitartikels erklärt, sie werde mit dem „Vermächtnis ihrer Gründer weitermachen“, beseitigt das nicht alle Fragen, sondern stellt die eine Frage umso dringender, was sie denn nun weiter machen werde.

Keine Angst, wir verlieren uns nicht in „recherchierten Gerüchten“. Mit diesem für den Zustand des österreichischen Journalismus kennzeichnenden Neologismus beschenkte uns eine Runde der Chefredakteure letzten Sonntag im ORF, von der ich Kenntnis habe, weil ich an ihr teilnehmen durfte.

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