König der Könige

Politik | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Wie Hans Dichand wurde, was er wurde, was er für das Land, den Falter und mich bedeutete und wie er über seine Leser herrschte, die er stets als die wahren Könige bezeichnete. Ein autobiografisches Porträt

Nachruf: Armin Thurnher

Es ist Sonntagnachmittag, drei Tage nach Hans Dichands Tod. Ich bin von einer „Runde der Chefredakteure“ im ORF zurück, einer Sendung über die Medienlandschaft der Post-Dichand-Ära. In der Kronen Zeitung steht heute auf der Leserbriefseite, ein „charakterlich so tief angesiedelter Mensch“ wie ich würde „selbst in hundert Jahren nicht das Niveau von Hans Dichand erreichen“. Das wiederum bezog sich auf einen runden Tisch im ORF, wo ich an seinem Todestag meine Meinung über den Toten gesagt hatte. Nach Meinung der Niveauwächter im Land hätte sie offenbar von jener abweichen müssen, die ich zu Lebzeiten über ihn hegte. Volkes Mund tut Wahrheit kund: Selbst wenn ich könnte, möchte ich nicht sein Niveau erreichen wollen.

Dichand, autobiografisch


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