„Ich bin mit keinem Politiker per Du“

Medien | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

ORF-Magazinchef Johannes Fischer, streitbarer Kämpfer gegen politische Interventionen, geht in Pension

Abschiedsinterview: Nina Horaczek

Es gibt wenige, die die politische Berichterstattung in Österreich so sehr prägten wie ORF-Magazinchef Johannes Fischer. Der heute 64-Jährige hat kaum einen Konflikt mit der Politik gescheut. Das kostete ihn im Jahr 1994 sogar seinen Job. Nachdem er den damaligen Innenminister Franz Löschnak (SPÖ) kritisch zu dessen restriktiver Asylpolitik befragte, sorgte die SPÖ dafür, dass Fischer den Küniglberg verlassen musste. Unter Generalintendant Gerhard Zeiler kehrte er Mitte der Neunzigerjahre zum ORF zurück.

Während der schwarz-blauen Koalition galt Fischer als eines der größten Feindbilder der Freiheitlichen. Nach dem Machtwechsel am Küniglberg im Jahr 2006 wurde er vom neuen Generaldirektor Alexander Wrabetz zum Leiter der Hauptabteilung Magazine ernannt, wo er unter anderem für „Report“, „Thema“, „Am Schauplatz“ oder „konkret“


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