Abgang: Ioan Holender

Feuilleton | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Der Langzeit-Staatsoperndirektor verlässt das Haus. Was zeichnete seine Ära aus? Was fehlte? Was bleibt?

Bilanz: Carsten Fastner

In der 141-jährigen Geschichte der Wiener Staatsoper, vormals k.k. Hof-Operntheater, war Ioan Holender deren 31. Direktor. Keiner seiner Vorgänger – darunter Gustav Mahler, Felix von Weingartner, Richard Strauss, Clemens Krauss, Karl Böhm, Herbert von Karajan, Lorin Maazel und zuletzt Egon Seefehlner, Claus Helmut Drese sowie Eberhard Waechter – war länger in diesem Amt. Mit seinen 19 Dienstjahren war Holender für 13 Prozent aller bisherigen Spielzeiten des Hauses verantwortlich.

Allein aufgrund der schieren Dauer dieser Direktion liegt es nahe, rückblickend von einer Ära Holender zu sprechen. Doch wodurch zeichnete sich diese aus? Und was wird von ihr bleiben?

Was war: beeindruckende Zahlen

Statistisch hat Ioan Holender eine beachtliche Bilanz aufzuweisen: Allein auf der Hauptbühne der Staatsoper fanden in den vergangenen 19 Jahren 5473 Vorstellungen


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