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Feuilleton | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

José Saramago (1922–2010)

Als 1998 der erste Portugiese den Literaturnobelpreis – unter Protest des Vatikans – zugesprochen bekam, war es nicht der hierzulande wohl populärere António Lobo Antunes, sondern dessen um 20 Jahre älterer Landsmann: Saramago, Sohn von Landarbeitern aus der Provinz, bekennender Kommunist und Atheist, unterbrach seine vorerst erfolglose Schriftstellerkarriere, ehe ihm 1980 mit „Hoffnung im Alentejo“ der späte Durchbruch gelang: Der Roman erzählt von der Jahrhunderte währenden Knechtung der Landarbeiter, die erst im Zuge der Nelkenrevolution (1974) auf Befreiung von diesem Joch hoffen dürfen. Als weitere Hauptwerke des bis zuletzt politisch aktiven und u.a. mit Attac sympathisierenden Autors gelten der blasphemische und satirische historische Roman „Das Memorial“ (1982) und die auch vom Surrealismus inspirierte „Stadt der Blinden“ (1995).

Bogdan Bogdanovic (1922-2010)

Sein 1951 errichtetes Denkmal am jüdischen Friedhof von Belgrad ist Programm.

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