Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

... dass das Wiener Stadt- und Landesarchiv die Geschichte der „Unteren Werd“, also der Leopoldstadt, neu herausgegeben hat. Das längst vergriffene Buch wurde ursprünglich 1812 von Alois Groppenberger von Bergenstamm verfasst und ist Teil eines Programms zur Archivierung alter Wien-Bücher. So brachte das Stadtarchiv in den vergangenen Jahren neben weiteren Bezirksbeschreibungen etwa utopische Stadtromane aus der Aufklärung, Schilderungen des Judenghettos und Flugschriften von der Türkenbelagerung 1529 heraus.

Alois Groppenberger von Bergenstamm: Geschichte des unteren Werds, oder der heutigen Leopoldstadt. Promedia, 176 S., € 59,–

… dass das „Papstkreuz“ nahe des Donauturms demontiert werden sollte. 400.000 Euro für die Sanierung wollte sich die Erzdiözese mit dem Abriss des 40-Meter-Kreuzes sparen, das 1983 zu Ehren Johannes Pauls II. errichtet wurde. Allerdings entbrannte ein (Vorwahl-)Streit – schließlich werde die „gottlose“ Che-Guevara-Büste in unmittelbarer Nähe ja auch nicht entfernt. In der Folge wurde die Angelegenheit zur Chefsache; nun sollen Stadt und Republik (mit-)renovieren.

… dass vergangenen Donnerstag der Grundstein für Österreichs höchstes Gebäude gelegt wurde. 220 Meter oder 60 Stockwerke soll der DC-1-Tower des französischen Architekten Dominique Perrault hoch werden – damit überragt er die Nummer 2, den Millenniumsturm, um 50 Meter. Hinein sollen ein Fitnessstudio, ein Luxushotel und ebensolche Penthäuser.

... dass ein 26 Meter breites Schiebetor den Hafen Freudenau vor Hochwasser schützen soll. 200 Tonnen Stahl um 22 Millionen Euro werden selbst Wassermassen abhalten, wie sie nur einmal in 100 Jahren heranbranden.


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