Wenn die Wuchtel als Granate im Tor einschlägt

Ballnotizen | Stadtleben | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Ein uraltes und immer neues Mysterium: Wie kommen Fußballmoderatoren eigentlich zu ihrer Sprache?

Seit ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein vom „inneren Reichsparteitag“ des deutschen Torschützen Miroslav Klose sprach, ist die Debatte um die Sprache im Sportjournalismus entflammt. Fußball- und Politikforscher Georg Spitaler sieht dennoch den Trend zu einer weniger martialischen Fußball-Sprache.

Falter: Dem Sportjournalismus wird oft maßloses Verwenden von Kriegsmetaphern vorgeworfen. Wie ist Ihr bisheriger Eindruck von der WM?

Georg Spitaler: Wenn man die heutige Sprache mit jener der Sportschauen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vergleicht, ist der Unterschied frappant. Die Berichte strotzten vor Begriffen wie „Angriffsführung“ oder „Bomber“. Seitdem hat sich einiges geändert. Ebenso sind Klischees – etwa Härte und Methodik der Deutschen oder schleißige Abwehrarbeit der afrikanischen Mannschaften – weniger geworden. Dies wird auch an der Diskussion

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