Lokale und Kohle am Kanal

Stadtleben | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Public Private Partnership auf Wienerisch. Wer von der Gastronomie am Wiener Donaukanal profitiert

Bericht: Matthias G. Bernold, Dagmar Weidinger

Wenn gerade keine WM-Partie läuft, dann flimmern auf der dreieinhalb mal fünfeinhalb Meter großen LED-Wand Musikvideos, und aus den Lautsprechern unter den Holzbänken wummert der Bass. Der Mann mit den halblangen Haaren und den dunklen Augenringen, die ihm das geschäftige Nachtleben tief ins Gesicht gebrannt hat, ist stolz auf seine jüngsten Investitionen. Wenn alles glattgeht – hofft Peter Schachinger, der Geschäftsführer des Flex –, wird er für Lautsprecher und Bildschirm bald eine Genehmigung bekommen, die über die Dauer der Fußball-WM hinausgeht. „Zum Glück sind bald Wahlen“, sagt er, „da ist einiges möglich.“

Schachinger hat Erfahrung mit solchen Dingen, betreibt er doch den Nachtclub am Donaukanal seit immerhin fast 15 Jahren. Dass sich der Underground-Club so lange hier halten konnte, erforderte viel Geduld, Durchsetzungsvermögen


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