Von der braunen Rinne zur schicken Piste

Stadtleben | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Von der No-go-Area zum pulsierenden Szenekorso: Wie der Donaukanal von immer anderen Gruppen vereinnahmt wurde

Bericht: Florian Holzer

Irgendwelche Lokale gab’s da unten ja immer. Im besten Fall solche, die aus der Isolation einen akustischen und sozialen Vorteil gewannen, etwa das Flex. Im schlechteren und häufigeren Fall waren es solche, die aufgrund von Irrtum, Verzweiflung oder Chancenlosigkeit da am Gerinne des braunen Kanals ihr Dasein fristeten und sich der Hoffnungslosigkeit stellten. Es waren die Ausgestoßenen der Wiener Beislszene, der klägliche Versuch, am kleinen Ableger der Donau zumindest einen kleinen Anteil des Erfolgs der Copa Cagrana einzufahren.

Und wann immer etwas Größeres versucht wurde, etwa Restaurantprojekte an Bord eines festbetonierten Ex-Kreuzfahrtschiffs am Schwedenplatz Anfang der 90er-Jahre, scheiterte es zwangsläufig. Denn der Donaukanal gehörte den Alkoholikern, Melancholikern und Selbstmördern.

Als 1996 die Summerstage eröffnete, war das zwar schon


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