Dunkel und duftig

Stadtleben | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Wie man seinen Balkon zu einem wohlriechenden Mondscheingarten macht

Bericht: Julia Kospach

Es gibt die, die sich bei Tag in Pose werfen, und die, die das nachts tun. Das ist bei Pflanzen nicht anders als bei Menschen. Die Chemie hat da wie dort ihre Finger im Spiel, denn auch bei Blüten läuft das Lock- und Balzverhalten über Aussehen, Form und Geruch. Weil es den Blumen allerdings am Talent zum Schmäh gebricht, duften sie umso verschwenderischer. Und manche von ihnen eben ganz besonders in warmen Sommernächten.

Den Blumen geht es ums olfaktorische Anfüttern von Nachtfaltern, ihrem Gärtner um nächtlichen Wohlgeruch. In den Palastgärten der indischen Mogul-Herrscher des 17. und 18. Jahrhunderts gab es Mondscheingärten: Sie waren vor allem mit nachtblühenden und nachtduftenden Pflanzen bestückt, die Augen und Geruchssinn abendlicher Gartenflaneure erfreuen sollten.

Eine Spur dieser fernen Duftsymphonien kann man sich auch auf Balkon und Terrasse holen.

Betäubende Engelstrompeten

Schwer,


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