Prost!

Die Pin-up-Brause mit der 120-jährigen Rezeptur

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Abbondio-Limonade

Stadtleben | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Italienische Saftproduzenten haben ja was übrig für Verpackungsdesign. Vor allem San Pellegrino – der kleine Chinotto oder die Aranciata: großartiges Design, großartige Säfte, wie sie sonst nirgendwo auf der Welt erzeugt und verstanden werden.

Aber San Pellegrino, mittlerweile Teil des Lebensmittelkonzerns Nestlé, ist nicht der Einzige, der kleine, wunderbare Limo-Flaschen erzeugt, und war auch nicht der Erste.

Die Firma Abbondio aus Tortona im Piemont gibt es nämlich schon zehn Jahre länger, konkret seit dem Jahr 1889. Mit unveränderten Rezepturen (Rohrzucker!) und auffälligem Flaschendesign hat sich der Saft – zumindest in Italien – einen gewissen Bekanntheitsgrad verschafft. Vor einiger Zeit wurde das Traditionsunternehmen von einer italienischen Investorengruppe übernommen, die da jetzt vertriebs- und marketingmäßig ein bisserl Gas gibt und zum 120-jährigen Jubiläum etwa eine Version mit 50er-Jahren-Pin-ups auf den Markt brachte (wieso eigentlich nicht 1890er-Pin-ups?). Eine neue Geschmacksrichtung wurde ebenfalls kreiert: „Folie“, eine grüne Absinth-Leichtversion mit vier Prozent Alkohol.

Besonders fein ist aber die ursprüngliche Abbondio-Limonade „Bianca“ mit fünf verschiedenen, sizilianischen Zitronensorten, oder eben „Chinotto“, klassisch braun und bitter, aber nicht so süß wie das von San Pellegrino.

Zu beziehen um 2,30 Euro beim Schwarzen Kameel, Innenstadt, Bognergasse 5. fH


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