„In Österreich ist die Fiktion noch intakt“

Steiermark | aus FALTER 25/10 vom 23.06.2010

Der Migrationsexperte Mark Terkessidis fordert eine radikale interkulturelle Öffnung der Gesellschaft

Interview: Thomas Wolkinger

Bekannt wurde Terkessidis für seine Texte zur Popkultur, Anfang der Neunziger arbeitete er bei der Zeitschrift Spex, veröffentlichte 1996 mit Tom Holert den „Mainstream der Minderheiten“, ein Standardwerk der Poptheorie. Zuletzt beschäftigte sich der Pädagoge vor allem mit Fragen der Migration und des Rassismus, sein eben erschienenes Buch „Interkultur“ (Falter 18/10) ist eine schlaue Polemik gegen ein konservatives Verständnis von Integration, das immer noch darauf setzt, von Zuwanderern die Anpassung an eine „Normgesellschaft“ zu verlangen. Terkessidis fordert dagegen, alle Institutionen interkulturell umzubauen, um der neuen „Vielheit“ gerecht zu werden.

Falter: Jetzt haben Städte und Länder endlich ihre Integrationsbeauftragten in Stellung gebracht, und Sie sagen, Integration ist doch nicht der Weg?

Mark Terkessidis: Es gibt auch ein pragmatisches


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