Tipps NÖ/Burgenland

Ein Sommer mit William Shakespeare

Lexikon | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

Die Zeiten, als Johann Nestroy die Spielpläne der Sommerfestspiele rund um Wien dominierte, sind vorbei – gerade einmal zwei Nestroys werden heuer gespielt. Neue Nummer eins im Theatersommer ist William Shakespeare. Auf der Rosenburg im Waldviertel liegt das in der Natur der Sache; seit 2004 finden dort auf einer (regensicheren) Arenabühne Shakespeare-Festspiele statt. Heuer steht „Romeo und Julia“ (Premiere Fr 20.00) auf dem Programm, Regisseurin Carolin Pienkos war in der Direktion Bachler Regieassistentin am Burgtheater. An drei Samstagnachmittagen wird eine von Erich Schleyer moderierte Kinderfassung angeboten. Die Liebestragödie steht auch bei „Shakespeare in Mödling“ auf dem Spielplan, hier wird das Stück allerdings unter dem Titel „Romea und Julian“ (Premiere Do 1.7., 20.00) und mit vertauschten Geschlechtern gespielt.

Die dritte Shakespeare-Premiere dieser Woche findet bei den Schlossspielen im burgenländischen Kobersdorf statt, wo heuer die Komödie „Ein Sommernachtstraum“ (Premiere Di 20.30) gegeben wird; es spielen unter anderem Eva Maria Marold und Intendant Wolfgang Böck. Die vierte folgt auf Burg Perchtoldsdorf, wo die Sommerspiele nach zweijähriger Umbaupause mit „Hamlet“ (Premiere Do 20.15) wiedereröffnet werden. Die Titelrolle spielt Josefstadt-Jungstar Florian Teichtmeister, als Horatio begibt sich der Musiker Christian Brandauer erstmals in das Metier seines berühmten Vaters. Bei Schlechtwetter steht in Perchtoldsorf ab sofort eine Ausweichspielstätte zur Verfügung.

Schließlich steht auch Art Carnuntum in diesem Jahr ganz im Zeichen Shakespeares. Das erste von zwei englischsprachigen Gastspielen dieses Sommers steht diese Woche im Archäologischen Park auf dem Programm: das Versepos „The Rape of Lucrece“ (So 20.00) in einer szenischen Fassung mit Gerald Logan. WK


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