Tiere

Tödlicher Sommer

Lexikon | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

Schwer ist das Leben,

leicht ist das Schweben,

bald kommt ein Beben in Tulln

Andreas Okopenko

Eigentlich würde sich Goethes Gedicht „Wanderers Nachtlied“ als Eingangszitat für eine Kolumne über die dräuende Zeit des sommerlichen Nachrichtentods anbieten: „Über allen Gipfeln / Ist Ruh, In allen Wipfeln / Spürest du / Kaum einen Hauch / Die Vögelein schweigen im Walde / Warte nur, balde / Ruhest du auch“. Aber das plötzliche Ableben des stillen Schrillen, von der Literaturkritik ausgezeichneten und von den Verlagshäusern nicht gerade umarmten Andreas Okopenko soll diesen Wortakrobaten hier in eingängiger und eindringlicher Erinnerung halten.

Entgegen üblicher Meinung wird im Sommer mehr als im Winter gestorben. Das Statistische Jahrbuch weist den August als den Monat mit der höchsten Todesrate aus. Auch für viele und vor allem kleine Tierarten ist die sommerliche Hitzeperiode ein größeres Problem als die Kälte des Winters. Je kleiner das Lebewesen, desto ungünstiger ist


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige