Seinesgleichen geschieht

Nach Dichand: Hände falten, an der Medienpolitik festhalten!

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

Ihr werdet euch noch nach dem Alten sehnen, sagen Pessimisten. Die Jungen sind härter und unerbittlicher im Konkurrenzkampf. Sie werden euch zwar Kriegsteilnehmernostalgie und schütter besuchte Anti-EU-Demos auf dem Ballhausplatz ersparen, aber sie werden den Markt noch stärker zerstören, als es der alte Patriarch getan hat.

Die Umweltbewegung wird keinen Ansprechpartner mehr haben, die Kirchen können sich ihres Fettlebens im Leib des Boulevards nicht mehr sicher sein, und die Tiere verschmachten in den Asylen.

Die im Stephansdom zur Dichand-Gedenkmesse erschienenen Mächtigen hatten also Grund zur Trauer. Dahin die Berechenbarkeit, dass Hunde Faymann wählen, wenn Politiker im Hundeblatt genug Hundefutter deponieren. War sie wirklich so berechenbar, die Treue des Hundestreichlers? Bald wählten Hunde Doppelpröll, bald Rosenkranz, bald Martin. Es war nicht Wankelmut, der sie dazu verführte. Hunde gehen dorthin, wo man sie füttert. Die Großspender träumten von Treue bis in den Tod

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