Kolumne

Wie der Afghanistankrieg US-Politik und Militärs entzweit

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

Douglas MacArthur, Held des Pazifikkriegs, US-Statthalter über Japan und Oberkommandierender der internationalen Truppen in Korea, war einst in die Wüste geschickt worden, weil er plante, den Koreakrieg durch einen Atomangriff auf China zu eskalieren. Der legendäre General hielt Trumans begrenzte Kriegsführung für naiv. Ein großer Showdown in Asien war seiner Meinung nach der einzige Weg, den weltweiten Vormarsch des Kommunismus zu stoppen. Glücklicherweise war die zivile Führung in Washington ausreichend alarmiert, sodass Präsident Truman mitten im Krieg den Oberbefehlshaber absetzte. In den USA darf an der Vorherrschaft der zivilen Führung über die Militärs selbst in den extremsten Situationen nicht gerüttelt werden.

General Stanley McChrystal, den Barack Obama als US-Oberbefehlshaber in Afghanistan beinhart abservierte, hat keine offene Kritik an der amerikanischen Strategie geübt. Schließlich stammt der Plan, mit 30.000 zusätzlichen Soldaten das Ruder herumzureißen,


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