Die Krise liegt vor uns, nicht hinter uns

Politik | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

Wie soll es weitergehen? Als Antwort auf die zentrale Frage der Krise skizziert Stephan Schulmeister einen New Deal für Europa

rezension: robert misik

Er ist als wackerer Kämpfer gegen den ökonomischen Mainstream bekannt: Stephan Schulmeister, der Wirtschaftsforscher am Wifo. Seit Jahren warnt er, rechnet er vor, redet er dagegen an: dass das Kapital der Welt auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten immer stärker in die Finanzmärkte gelenkt wird, auf denen versucht wird, das Geld durch bloße Geldgeschäfte zu vermehren – während Investitionen in die „Realwirtschaft“ unattraktiv werden. Das Resultat: instabile Finanzmärkte, Bankenkrisen und chronisch schwaches Wachstum. Aber das ist keine Naturnotwendigkeit, sondern Resultat von (Nicht-)Regulierungen im Interesse mächtiger Finanzmarktakteure.

All diese Punkte trägt Schulmeister auch in seinem neuen Buch vor: „Mitten in der Krise. Ein ‚New Deal‘ in Europa“, und wer an dieser Stelle dem Autor vorhalten will, er rede


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