Echter Lebensschmerz widerstand der Duttattacke

Feuilleton | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

Der Deutsche Peter Wawerzinek gewann zu Recht den Bachmannpreis. Die Österreicher gingen leerer aus als verdient

Reportage: Maik Novotny

Was machst du gerade, Schatz?“ – „Ach, ich schreibe nur eine Parabel auf meine Generation.“ Diesen Dialog wird man in Schriftstellerwohnzimmern niemals hören, denn kein Mensch schreibt Parabeln auf Generationen. Trotzdem wird die vermeintlich alles erklärende Klammer von „Generation“ und „Jahrgang“ von Literaturkritikern immer wieder ersehnt und postuliert. Und da die Juroren des Ingeborg-Bachmann-Preises, der am vergangenen Wochenende zum 34. Mal stattfand, Literaturkritiker sind, tauchte auch dieses Jahr die Generationenparabel wieder auf.

Wenn sich der Literaturbetrieb jeden Sommer am Wörthersee trifft, gehört es zum Ritual, dass zwischen Backstage, Biergarten und Badehandtuch ständig diskutiert wird, ob dieser Jahrgang nun anders oder besser sei oder, so der übliche Tenor, eh alles immer schlimmer und langweiliger werde – so,


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