Es tut weh, der Wirklichkeit ins Auge zu sehen: 5 beste Countrysängerfilme

Feuilleton | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

In Old Santa Fe

Ihnen ist der „Country and Western“ zu verdanken: den Singing Cowboys. Der Erste, der sich diesen Titel an die Hutkrempe heften durfte, ist Gene Autry mit einem Gastauftritt in „In Old Santa Fe“ (1934). Der Startschuss für ein Millionengeschäft mit musikalischen Erben wie Roy Rogers oder The Sons of the Pioneers

Coal Miner’s Daughter

Als Country-Legende Lauretta Lynn gewann Sissy Spacek 1981 einen Oscar. Die Tochter eines Bergarbeiters aus Kentucky bekommt als 13-Jährige Dolittle „Mooney“ Lynn (Tommy Lee Jones) zum Mann und mit „Honkey Tonk Girl“ einen Hit. Spacek singt selbst und ist wie immer phänomenal: Legende spielt Legende

Tender Mercies

Der inoffizielle Referenzfilm (1983) für „Crazy Heart“: Robert Duvall versucht als versoffener Country-Star den eigenen Sumpf trockenzulegen. Das gelingt mit neuer Frau und Kind, ergibt wunderbare Songs wie „It Hurts To Face Reality“ und blickt der Wahrheit des Lebens ins Gesicht. „He was a man unused to tenderness“

The Thing Called Love

Die Freiheit, die man meint, ist doch ganz nah: River Phoenix, Samantha Mathis, Sandra Bullock und Dermot Mulroney bilden eine singende Viererbande auf der Suche nach Ruhm und sich selbst. Peter Bogdanovich drehte 1993 am Karussell. Unvergesslich: Phoenix und Mathis singen „Blame It on Your Heart“

Georgia

Großartiges Schwesterndrama (1995)von Broadway-Veteran Ulu Grosbard, inszeniert mit ausgeprägtem Verständnis für Bühnenpräsenz: Zwischen Jennifer Jason Leigh und Mare Winnigham tun sich nicht nur musikalisch Abgründe auf. Auf Rivalität und Exzess folgt der große Moment des Duetts – und die große Leere


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige