„Wie wenn in China ein Fahrrad umfällt“

Feuilleton | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

„Crazy Heart“, „The Hurt Locker“, „Fantastic Mr. Fox“: Warum kommen manche prominente Filme bei uns (fast) nicht ins Kino?

Recherche: Michael Omasta

Jeff Bridges schneidet mit. Der amerikanische Schauspieler, der im März dieses Jahres für die Darstellung eines Countrysängers in „Crazy Heart“ seinen ersten Oscar erhalten hat, ist als ausführender Produzent auch am Einspielergebnis des Films beteiligt. Auf seinen Scheck aus Österreich allerdings hätte Bridges um ein Haar vergebens gewartet. Denn ginge es nach Fox, dem US-Medienimperium, käme der Film bei uns gar nicht erst ins Kino.

„Das darf nicht sein, dass Filme, die solche Auszeichnungen bekommen, in Österreich nicht herauskommen“, sagt Dietmar Zingl vom Leokino in Innsbruck. „Die zu zeigen, gehört ja fast schon zu unserer Informationspflicht als Arthouse-Betreiber.“ Zusammen mit Nikos Grigoriadis, seinem Kollegen vom KIZ Royal in Graz, hat Zingl die Rechte für Österreich erworben und bringt „Crazy Heart“

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