Von Claire Denis bis Ricky Gervais: fünf beste Filme, die nicht im Kino laufen

Feuilleton | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

White Material

Claire Denis macht seit zwei Dekaden großes Kino. In Österreich werden ihre Filme kaum verliehen: Nach „Beau Travail“ (1999) lief hierzulande erst wieder der Arthouse-freundliche „35 rhums“ (2008). Auch für die brillante Bürgerkriegsstudie „White Material“ mit Isabelle Huppert hat sich kein Verleih gefunden

Synecdoche, New York

Die aufwühlende, exzellent besetzte Mindfuck-Tragikomödie von Charlie „Being John Malkovich“ Kaufman kam Monate nach einer Filmmuseum-Premiere doch noch ins reguläre Kinoprogramm – als verwaschene DVD-Projektion. Dann lieber gleich daheim in adäquater Bildgröße schauen!

Honeydripper

John Sayles, einer der Väter des unabhängigen US-Kinos und einer seiner besten Autoren, erzählt rund um ein kleines Musiklokal im amerikanischen Süden, wie die Vergangenheit des Landes unablässig dessen Gegenwart bestimmt. „Guitar Sam“ kann die Bar nicht retten, für zwei Stunden aber rettet „Lone Star“ Sayles das Kino

La Fille du R.E.R.

Eine junge Frau aus Paris behauptet, Opfer eines antisemitischen Übergriffs durch einen Nordafrikaner geworden zu sein. André Téchinés komplexes Drama mit Emilie Dequenne, Michel Blanc und Catherine Deneuve erkundet Rassismus und Sensationsjournalismus in Frankreich. Kinostart ungewiss

The Invention of Lying

Mit Komödien agieren die US-Studios im Export traditionell zögerlich: Dortige Stars sind anderswo oft No-Names, Schmähs übersetzen sich schwer. Das Spielfilmregiedebüt des famosen Briten Ricky Gervais („The Office“, „Extras“) soll am 8. Juli trotzdem in Deutschland starten. Österreich: ohne Termin


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