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Feuilleton | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

Frank Giering (1971–2010)

Seine erste Hauptrolle spielte er 1997. Damals besetzte Michael Haneke den praktisch noch unbekannten Darsteller als einen der beiden höflichen Burschen, die mit einer Familie ihre diabolischen „Funny Games“ treiben. Seither war Frank Giering, geboren 1971 in Magdeburg und kurzzeitig Schauspielstudent an der Hochschule Konrad Wolf in Babelsberg, auf Leinwand und Bildschirm präsent wie kaum ein anderer deutscher Schauspieler seiner Generation. Mag sein, dass er unter seinem pummeligen Äußeren gelitten hat: Umso stärker prägte sein Gesicht sich ein. Bei der Wahl seiner Rollen war er nie darauf aus, zu gefallen. Giering spielte Träumer (Floyd in „Absolute Giganten“), skrupellose Terroristen (in „Baader“), abtrünnige Söhne (Paul in „Hierankl“) und 2004 schließlich die Rolle seines Lebens: den namenlosen jungen Mann in „Die Nacht singt ihre Lieder“, Romuald Karmakars analytischer Studie einer Paarbeziehungshölle (nach Jon Fosse). Seit


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