Mit dem SUV zum Bio-Supermarkt

Stadtleben | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

Bio-Leberkäse von der Tankstelle und Bäume zum Neuwagen: Kann guter Konsum die Welt verändern? Einkaufen ist keine Lösung, findet die Autorin Kathrin Hartmann

Begegnung: Christopher Wurmdobler

Vor ein paar Jahren stand Kathrin Hartmann in einem Münchner Biosupermarkt, und nachdem ihr zum dritten Mal jemand mit dem Einkaufswagerl über die Füße gefahren war, ging ihr ein Licht auf: „Hier sind verdammt viele Ego-Arschlöcher unterwegs.“ Als sie später dann noch einen Anpfiff bekam, weil sie ihr Fahrrad verbotenerweise auf dem Parkplatz vor dem Geschäft abgestellt hatte, wusste sie: Mit denen kann man sicher keine Revolution machen.

Kathrin Hartmann, Jahrgang 1972 und Journalistin aus Deutschland, ist zurzeit viel unterwegs. Sie ist ein gerne gebuchter Gast bei Diskussionsrunden zu Themen wie Nachhaltigkeit oder fairem Konsum. Meist ist sie die Einzige, die zu solchen Veranstaltungen mit dem Zug anreist. Alle anderen Diskussionsteilnehmer würden das Flugzeug nehmen, um darüber

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