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Erbsen zählen ist verboten: Kommt herbei, ihr Zuckerschoten

Stadtleben | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

E rbsen ganzjährig aus dem Supermarkt-Kühlregal zu fischen ist natürlich ganz, ganz böse. Und giftgrüne Zuckerschoten machen farblich auf dem Gemüsecurry zwar einiges her und sind auch knackig, aber sie haben meistens einen weiten Weg hinter sich, haben ihren Preis und eine dementsprechend schlechte Umweltbilanz. Ähnlich übrigens wie die Erbsenschwestern aus der Tiefkühltruhe.

Doch jetzt gibt es Zuckererbsen von heimischen Äckern, man muss auf den Märkten nur rechtzeitig da sein, um ein paar davon zu ergattern. Aber was macht man nun mit frischen Erbsen? Und was macht man jetzt mit frischen Zuckererbsen? Ein paar davon nascht man natürlich roh, weil es ein so hübsches Gefühl ist im Mund: frisch und knackig.

Auf keinen Fall darf man damit beginnen, die runden Erbsen aus der Hülle zu entfernen – das macht man nicht bei Zuckererbsen, bei denen wird alles gegessen. Wie erwähnt schmücken sie jedes Curry (erst ganz zum Schluss dazugeben). Aber auch pur sind Zuckerschoten ein Genuss. Einfach in einem Pfännchen ein wenig Butter erhitzen, nicht zu heiß werden lassen, sonst verbrennt sie. Die Erbsenschoten dazugeben und ein paar Minuten lang in der Butter schwenken. Knackig sollten sie bleiben. Salzen und pfeffern und mit frischem Weißbrot servieren. Vielleicht ist das kein Hauptgang, aber als Vorspeise werden Gäste Sie bewundern. Und nur Erbsenzähler werden fragen, wieso die Portion so klein ist. Hey, das Zeug ist trotzdem teuer! cw


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