Prost!

Selbstgekochter Eistee erfrischt und hält wach. Her mit der Hitze!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: selbstgemachter Eistee

Stadtleben | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

Die Idee, Eistee selbst zuzubereiten, geschah aus einem Fehler heraus. Mangels adäquater Mengeneinschätzung in Sachen Schwarzteezubereitung und der Abscheu davor, Dinge wegzuschmeißen, in diesem Fall wegzuschütten, kam die entsprechende Verlinkung im Kopf zustande.

Der Sinn von Eistee ist, zu erfrischen und wachzuhalten. Wegen letzterer Funktion rate ich auch jedem Obsorgeberechtigten davon ab, Kindern unter 16 Jahren dieses beliebte Zeug zu verabreichen, weil es den Wach-Schlaf-Rhythmus irritiert. Familientauglich ist demnach iced tea, dem man Früchte- oder Kräutertee zugrundelegt. Nun lohnt es nicht, allzu exquisiten Tee dafür zu verwenden, da das Teearoma durch den Einsatz von säurehaltigen Früchten oder stark duftenden Kräutern in den Hintergrund rückt. Die Eisteeeigenproduktion hat auch den Vorteil, dass man den Zuckergehalt selbst steuern kann. Bei den überzuckerten, industriell hergestellten Geschmacksrichtungen wie Pfirsich oder Mango ist der Kauf des Fertigproduktes ja mehr als fragwürdig. Der Tee wird zubereitet. Schon vor dem Auskühlen zuckern, da sich im kalten Zustand der Kristall nur schwer von seiner Form trennt. Alternativ dazu kann aber auch Honig oder Ahornsirup verwendet werden. Eiswürfel dazu. Nun ist es an der Zeit, die Minze oder Zitronenmelisse zu zupfen, die Limette, Zitrone oder Orange zu pressen. Wohl bekomm’s! Wer es gern doch ein wenig trashig mag, kann nach dem Auskühlen Fruchtsirup der Wahl reinkippen. Schmeckt gut. Ms


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige