„Ich bin der Mister SPÖ“

Steiermark | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

Karl-Heinz Herper will rote Karten verteilen und meint, Franz Voves hätte früher einschreiten sollen

Interview: Donja Noormofidi

Karl-Heinz Herper sitzt schon so lange für die SPÖ im Grazer Gemeinderat, dass er selbst nicht mehr weiß, wann er angefangen hat. Auf Nachfrage lässt er das Datum in seinem Büro ausheben: 1. März 1988. Herper war etwa Landesgeschäftsführer und Klubobmann, zum Chef oder Stadtrat hat es aber nie gereicht. Bis vergangene Woche, seither ist Herper Stadtrat für Kultur und Gesundheit, geschäftsführender Parteivorsitzender, Klubobmann und Gemeinderat in Personalunion.

Der Grund: Die Grazer SPÖ, die traditionell zerstritten ist, hatte sich binnen sechs Tagen in einem erbitterten Machtkampf selbst in die Luft gesprengt. Zunächst forderte Sozialstadträtin Elke Edlinger den amtierenden Parteivorsitzenden Wolfgang Riedler in einer Kampfabstimmmung heraus und gewann mit nur sieben Stimmen Vorsprung. Doch ihr Kandidat für den Stadtratsposten wurde vom Riedler-Lager


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