Phettbergs Predigtdienst

„Ich baue mich an Hirngespinsten auf!“

Kolumnen | aus FALTER 26/10 vom 30.06.2010

Hermes Phettberg führt seit 1991 durch das Kirchenjahr

Derweil hat Aligori Gui aus der Schweiz angerufen und lobte meine Sätze. Wenn ich noch so leicht weinen könnte wie vor „Cipralex 10“, weinte ich vor Freude darüber. Danke, Sir! Nach Aligori Gui hab ich gestern einige getroffen, beim Sommerfest der Zeitschrift Datum, viele davon sind Followys! Als „Hermes Phettberg, Elender“ erschien, erschien im Datum DAS Foto überhaupt von mir! Auf zwei Seiten, mit der Träne im Auge! Klaus Stimeder siedelt nun über Kairo nach New York und wird Korrespondent. Nach dem Aufbau von Datum ist das der große Beginn einer Korrespondentenlaufbahn. Und das wurde gestern von der Gruppe Monochrom würdig begangen!

Der Gentleman Rokko hat mich um 20 Uhr abgeholt und ist mit mir zum Gastgarten zu Fuß hingegangen: Es war eine zweistündige Wanderung, so langsam ist mein Gang! Da ich so leise rede, bring ich fast nichts mehr laut genug zum Ausdruck. In Datum hab ich eine große Heimat! Klaus setzte sich lange zu mir und hielt mir, kurz vor Vollmond, die Hände! Klaus hat sicher auch den ausgetwitterten Satz mit dem „Morgen ist garantiert Vollmond“ gelesen. Der Satz ist wahrlich international groß! Irgendwann ist immer „morgen“.

Keine Chance gibt G20 in Toronto der Welt für Transaktionssteuer oder Börsensteuer. Komischerweise denk ich oft an die Methode des alten Ägypten. Alle Gepfählten hingen, bis sie zu verwesen begannen. Es war also ein Fortschritt des alten Rom, dass damals gekreuzigt wurde. Ging leichter und tat auch weh. Und beim Pfählen wurde kunstvoll darauf geachtet, dass der „Stab“ vorne wieder rauskam und das Objekt bei lebendigem Leib zu verwesen beginnen konnte! Denn „wir“ sind nur ein durchgängiger Darm. Das S/M ist keineswegs mit Gewalt zu verwechseln! Interplanetare Wege vom Pfählen zum liebevollen S/M! Dazwischen halten „wir“ beim G20 in Toronto.

Sa: 26:6:10: 10:40: Nach mir wird PETER WAWERZINEK heuer Bachmann gewinnen! Es stehen noch drei weitere nach Wawerzinek an. Aber Sätze wie „Ich baue mich an Hirngespinsten auf!“ beziehungsweise „Das Kind ist sein eigener Sprachlehrer“ find ich unübersteigbar. Höchste Hochachtung für das Erlebte, Herr Wawerzinek!

Die ungekürzte Version des Predigtdienstes ist über www.falter.at zu abonnieren.

Unter www.phettberg.at ist wöchentlich neu zu lesen, wie Phettberg strömt


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