Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten ...

Extra | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Auktionismus bei [8:tension]: Die belgische Künstlerin Sarah Vanhee versteigert unrealisierte Ideen

Interview: Ulli Moschen

Wohl jeder Künstler hortet eine Ansammlung von Ideen, die aus dem einen oder anderen Grund nie realisiert wurden – weil sie zu teuer, zu komplex oder ganz einfach nicht umsetzbar sind. Für solche künstlerischen Überbleibsel gibt es drei Optionen: Sie sterben den einsamen Tod des Vergessens. Sie ruhen, bis der Künstler doch noch einen Weg zur Umsetzung findet. Oder sie werden an jemanden weitergegeben, der ihnen neues Leben einhaucht. Für letztere Variante hat die in Amsterdam lebende belgische Künstlerin Sarah Vanhee mit ihrer Auktionsperformance „Great Public Sale of unrealized but brilliant ideas“, die bei ImPulsTanz im Rahmen von [8:tension] läuft, eine ausgeklügelte Plattform geschaffen.

Falter: In Ihrer Performance werden Ideen versteigert. Wie läuft das?

Sarah Vanhee: Jeder Zuschauer füllt zu Beginn ein Formular aus und bekommt einen Gutschein im

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