Warum nicht zu Architektur tanzen?

Extra | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Kein Tanz ohne Musik: Zeena Parkins, Hahn Rowe und Mauro Pawlowski bei ImPulsTanz

Text: Gerhard Stöger

Writing about music is like dancing about architecture“, heißt es. Wer genau das wann und wo zum ersten Mal gesagt hat, ist unklar. War es der virtuose Rockclown Frank Zappa? Der Popschlaumeier Elvis Costello? Ein Jazzer? Oder Lester Bangs, der legendärste aller Rockkritiker?

Verwendung findet das Bonmot seit Jahrzehnten immer wieder. Für gewöhnlich sind es aufrechte Bauchmenschen, die damit jeden Versuch der intellektuellen Reflexion von Popmusik abzuschmettern versuchen. Dabei steckt hier nicht nur eine ausgeprägte Diskursskepsis drin. Auch der moderne Tanz wird verunglimpft.

Warum, bitte schön, soll es denn nicht möglich sein, zu Architektur zu tanzen? Weil nun einmal zu Musik getanzt wird? Was aber, wenn diese Musik auf der Vertonung von Architektur basiert? Wie so oft ist alles eine Frage des Kontexts. Die geschmeidigen jungen Balletteleven werden beim Neujahrskonzert der Wiener


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