Es muss nicht immer Komödie sein

Lexikon | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Es festspielt wieder sehr: eine Übersicht über das Sommertheaterprogramm rund um Wien

Merke: Ein Stück ist noch kein Festival. Das hindert die meisten Sommertheaterveranstalter rund um Wien aber nicht, ihre Aufführungen großspurig als „Festival“ zu bezeichnen oder gar mit dem Prädikat „Festspiele“ zu versehen. Aber irgendwie sind Sommertheater ja die Festspiele der kleinen Leute, also muss man das auch nicht eng sehen.

Analysiert man die Spielpläne der Sommertheater in Niederösterreich und Burgenland, dann lässt sich vor allem ein Trend ausmachen: Es muss nicht mehr immer Komödie sein. Zwar stehen immer noch überwiegend Lustspiele auf dem Programm, aber auch schwere Klassiker werden aufgefahren.

Die Sommerspiele Melk haben Friedrich Schillers Schweizer Freiheitsdrama „Wilhelm Tell“ (bis 6.8.) im Angebot, mit Andreas Patton in der Titelrolle. Bei den Shakespeare-Festspielen Schloss Rosenburg wird heuer die Liebestragödie „Romeo und Julia“ (bis 8.8.) gegeben; dasselbe


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