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Kurz besprochen:Die Wolken, das Wetter, die Wellen und der Wind

Lexikon | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Wiedergelesen

Richard Hamblyn: Die Erfindung der Wolken. Deutsch von Ilse Strasmann. Suhrkamp (2003), 308 S., € 5,10

Er war ein Popstar avant la lettre, der vom Apotheker und unbekannten Meteorologen zur weit über die Grenzen seines Landes hinaus berühmten – und u.a. auch von Goethe bewunderten – Zelebrität avancierte: Der aus einer Londoner Quäkerfamilie stammende Luke Howard (1772–1864) schuf mit seinem im Dezember 1802 gehaltenen Vortrag „On the Modification of Clouds“ jenes auf den Grundformen Cirrus, Stratus und Cumulus (sowie deren Kombinationen) basierende Klassifizierungssystem, auf dem die Wolkenkunde (Nephologie) bis heute basiert.

Der englische Wissenschaftshistoriker Richard Hamblyn beschreibt Howard als einen Mann, der zur rechten Zeit am rechten Fleck war. Sein Buch gleicht ein bisschen einer BBC-Doku mit nachgestellten historischen Szenen, wirkt allerdings deutlich weniger hanebüchen: Seine zwischen autobiografischen und wissenschafts- bzw. sozialhistorischen

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