Tschechischkurs für die Regierung

Falter & Meinung | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Rund um Österreich sprießen Kleinparteien aus dem Boden. Was können unsere Politiker von ihnen lernen?

Kommentar: Barbara Tóth

Wenn Sie eine Partei gründen würden, wie würden Sie sie nennen? „Politik kann anders sein“ etwa? Oder „Freiheit und Solidarität“? „Brücke“? Wie wäre es mit „Tradition, Verantwortung, Wohlstand“? Klingt alles ein wenig schwärmerisch und großspurig zugleich? Mag sein, aber nichtsdestotrotz haben vier Parteien mit diesen Namen bei den jüngsten Wahlen in Mitteleuropa für die erhoffte Abwechslung abseits der üblichen politischen Verdächtigen gesorgt.

Allesamt im Jahr 2009 gegründet, eroberten die Novizinnen in der politischen Landschaft die Parlamente in Ungarn, der Slowakei und der Tschechischen Republik. In Prag und Bratislava regieren diese Bewegungen demnächst im Rahmen bürgerlicher Koalitionen sogar mit. Nicht als Feigenblatt, sondern als wichtige Mehrheitsbeschaffer mit entsprechend gewichtigen Ministerposten.

Für TOP09 („tradice,


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