Kolumne

Schafft die Sweatshops ab! Chinas Arbeiter streiken endlich

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Asien wird europäischer. Das mag angesichts der Unterschiede zwischen den jungen, pulsierenden Städten des Ostens und dem saturierten Europa paradox erscheinen. Aber der Klassenkampf macht’s möglich. Die Streikwelle, die sich ausgehend von den Protesten beim südchinesischen iPhone-Zulieferer Foxconn auf immer mehr Branchen ausdehnt, hat das Potenzial, China zu verändern und damit dem gesamten 21. Jahrhundert seinen Stempel aufzudrücken.

Noch immer dominieren Hungerlöhne und 60-Stunden-Wochen die Fabriksarbeit. Aber erstmals seit langem gehen die Mindestlöhne nach oben. Ökonomen halten eine Verdoppelung in den nächsten fünf Jahren für wahrscheinlich. Geht die Streikwelle weiter, könnte ein Entwicklungsmodell, das auf der Wehrlosigkeit der Arbeiter basiert, sein Ende finden.

Die Arbeiterproteste sind nicht auf China beschränkt. Firmen, die die Produktion nach Vietnam verlagern, wo die Löhne noch niedriger sind, werden mit Widerstand der Wanderarbeiter konfrontiert.

Die vietnamesische

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