Wie die globalen Banker ticken und die Krise sehen

Politik | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Da sieht man wieder einmal, wozu Soziologie nützlich sein kann: Ein Forscherteam fragte Banker über die Finanzkrise aus

Rezension: Robert Misik

Ein in der globalen Oberklasse beliebtes Sprichwort lautet: „If you pay peanuts you get monkeys.“ Wenn du niedrige Gehälter zahlst, kriegst du nur Idioten. Seit Bankenkrise und Boniskandalen wissen wir freilich: Wenn man sehr viel bezahlt, kriegt man teure Idioten. Unverantwortliche Großverdiener, die dem kurzfristigsten ökonomischen Erfolg nachjagten, haben das Weltfinanzsystem praktisch in den Absturz getrieben, indem sie immense Risiken, Schulden und faule Wertpapiere über die ganze Welt verteilten.

Aber wer sind „die“? Was denken sie, wie ticken sie? Ein deutsch-österreichisch-schweizerisches Soziologenkonsortium um die Berner Professorin Claudia Honegger, den in Wien unterrichtenden Professor Sighard Neckel und die Frankfurter Forscherin Chantal Magnin hat mit dutzenden Bankern ausführliche Gespräche geführt. Methodisch wählten


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